1120 brutto in netto: Was bleibt Ihnen bei diesem Gehalt wirklich?
Bei 1120 Euro brutto monatlich (Steuerklasse I, gesetzlich versichert) liegt das Netto etwa zwischen 870 und 900 Euro, abhängig von Krankenkasse und Zusatzbeitrag.
1120 brutto in netto: So viel bleibt Ihnen tatsächlich
Wenn Sie ein Bruttogehalt von 1120 Euro im Monat verdienen, fragen Sie sich sicherlich, was am Ende auf Ihrem Konto landet. Die Antwort hängt von mehreren Faktoren ab: Ihrer Steuerklasse, Ihrem Krankenversicherungsbeitrag und ob Sie Kirchensteuer zahlen. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen eine realistische Netto-Spanne und erklären die Abzüge – mit Blick auf regionale und branchenbezogene Unterschiede.
Die Ausgangslage: 1120 Euro brutto – was bedeutet das?
Ein Bruttogehalt von 1120 Euro monatlich entspricht einem Jahresbrutto von 13.440 Euro. Damit liegen Sie unter dem Durchschnittsverdienst in Deutschland, aber über der Minijob-Grenze (2026: ca. 603 Euro). Typische Berufe mit solchen Gehältern sind Teilzeitstellen im Einzelhandel, in der Gastronomie oder in der Logistik. Laut den Schätzwerten der Mindestlohn Aktuell-Redaktion verdienen Verkäufer in Vollzeit etwa 2.600 Euro brutto – 1120 Euro entsprechen also rund 43 Prozent einer Vollzeitstelle.
Zum Vergleich: Der gesetzliche Mindestlohn beträgt ab 1. Januar 2026 13,90 Euro pro Stunde. Bei einer 40-Stunden-Woche käme man auf rund 2.410 Euro brutto im Monat. 1120 Euro brutto liegen also deutlich unter der Vollzeit-Mindestlohnschwelle – es handelt sich um eine Teilzeitbeschäftigung.
Die Abzüge im Detail: Lohnsteuer und Sozialversicherung
Bei einem Brutto von 1120 Euro (Steuerklasse I, keine Kirchensteuer) fällt in der Regel keine Lohnsteuer an. Der Grund: Ihr zu versteuerndes Einkommen liegt nach Abzug der Werbungskostenpauschale (1.230 Euro) unter dem Grundfreibetrag von 12.348 Euro (2026). Das Finanzamt verlangt also keine Einkommensteuer von Ihnen.
Anders sieht es bei den Sozialversicherungsbeiträgen aus. Diese sind Pflicht und werden direkt vom Bruttolohn abgezogen:
- Rentenversicherung: 9,3 % (Arbeitnehmeranteil, insgesamt 18,6 %)
- Krankenversicherung: ca. 7,3 % + kassenindividueller Zusatzbeitrag (durchschnittlich 1,7 %)
- Pflegeversicherung: 1,7 % (bzw. 2,3 % für Kinderlose ab 23 Jahren)
- Arbeitslosenversicherung: 1,3 %
Summe Arbeitnehmeranteil: etwa 19,6 bis 20,2 % des Bruttos. Bei 1120 Euro sind das rund 220 bis 226 Euro. Ihr Netto liegt somit zwischen 894 und 900 Euro.
Wichtig: Diese Berechnung gilt für Steuerklasse I, gesetzlich versichert, ohne Kirchensteuer und ohne Kinderfreibeträge. Bei anderen Steuerklassen oder privater Krankenversicherung kann das Netto abweichen.
Regionale und branchenbezogene Unterschiede
Obwohl der Mindestlohn bundesweit einheitlich ist, unterscheiden sich die tatsächlichen Bruttogehälter je nach Region und Branche. In Ostdeutschland sind die Tariflöhne oft niedriger als im Westen, was sich auch auf Teilzeitgehälter auswirkt. Ein Teilzeitjob in der Gastronomie in Mecklenburg-Vorpommern kann daher anders vergütet sein als in Bayern.
Laut den Daten der Mindestlohn Aktuell-Redaktion liegen typische Bruttogehälter in folgenden Branchen (Vollzeit):
- Gastronomie / Service: ca. 2.500 €
- Einzelhandel / Verkäufer: ca. 2.600 €
- Lager / Logistik: ca. 2.800 €
- Kraftfahrer: ca. 2.900 €
Ein Gehalt von 1120 Euro brutto entspricht in diesen Branchen etwa 40–45 % einer Vollzeitstelle. Die Netto-Unterschiede zwischen den Branchen sind gering, da die Abzüge prozentual gleich sind. Allerdings können Zuschläge (z. B. für Nachtarbeit) oder Sachbezüge das Netto erhöhen.
Steuerklasse und persönliche Faktoren
Die Steuerklasse beeinflusst die Lohnsteuer, aber bei 1120 Euro brutto ist der Effekt meist gering. In Steuerklasse III (verheiratet, Alleinverdiener) fällt gar keine Lohnsteuer an. In Steuerklasse V (Ehepartner mit höherem Einkommen) könnte eine kleine Lohnsteuer fällig werden, was das Netto um etwa 10–20 Euro senkt. Auch Kirchensteuer (8 oder 9 % der Lohnsteuer) spielt bei diesem Einkommen kaum eine Rolle, da die Lohnsteuer ohnehin nahe null ist.
Ein wichtiger Punkt: Wenn Sie Kinder haben und Kinderfreibeträge oder Kindergeld beziehen, ändert sich Ihre Steuerlast nicht direkt – Kindergeld wird unabhängig vom Gehalt gezahlt. Der Kinderfreibetrag kommt erst bei höheren Einkommen zum Tragen.
Fazit: Mit 1120 Euro brutto planen
Zusammenfassend bleibt Ihnen bei 1120 Euro brutto (Steuerklasse I) ein Netto von etwa 890 bis 900 Euro. Das ist ein realistischer Wert für eine Teilzeitstelle in vielen Branchen. Nutzen Sie unseren Brutto-Netto-Rechner für eine individuelle Berechnung mit Ihrer Steuerklasse und Krankenkasse.
Denken Sie daran: Die genauen Abzüge hängen von Ihrem Krankenversicherungsbeitrag und eventuellen Zusatzbeiträgen ab. Bei Fragen hilft die Deutsche Rentenversicherung oder Ihr Steuerberater weiter.
Weitere Informationen zu Mindestlohn und Gehaltsvergleichen finden Sie in unseren Artikeln und Themenseiten.
Häufig gestellte Fragen
Welche Abzüge fallen bei 1120 Euro brutto an?
Bei 1120 Euro brutto monatlich (Steuerklasse I) zahlen Sie in der Regel keine Lohnsteuer, da Ihr Jahreseinkommen nach Werbungskostenpauschale unter dem Grundfreibetrag liegt. Allerdings werden Sozialversicherungsbeiträge fällig: etwa 18,6 % Rentenversicherung, 14,6 % + Zusatzbeitrag Krankenversicherung, 3,4 % Pflegeversicherung und 2,6 % Arbeitslosenversicherung (jeweils Arbeitnehmeranteil). Insgesamt rund 20 % des Bruttos, also ca. 224 Euro. Ihr Netto liegt somit bei etwa 896 Euro.
Ist 1120 Euro brutto ein Minijob?
Nein, die Minijob-Grenze liegt 2026 bei etwa 603 Euro monatlich. 1120 Euro brutto überschreitet diese Grenze deutlich, daher handelt es sich um ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis. Sie sind in der Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung pflichtversichert. Allerdings kann es sich um eine Teilzeitstelle handeln, z. B. im Einzelhandel oder in der Gastronomie.
Wie wirkt sich die Steuerklasse auf das Netto von 1120 Euro aus?
Die Steuerklasse beeinflusst vor allem die Lohnsteuer. Bei Steuerklasse I (ledig, keine Kinder) fällt bei 1120 Euro brutto monatlich kaum Lohnsteuer an, da Ihr Jahresbrutto unter dem Grundfreibetrag liegt. In Steuerklasse III (verheiratet, Alleinverdiener) wäre die Lohnsteuer noch niedriger oder null. In Steuerklasse V (Ehepartner mit höherem Einkommen) wäre die Lohnsteuer höher. Die Sozialversicherungsbeiträge bleiben unabhängig von der Steuerklasse gleich.
Häufige Fragen
Welche Abzüge fallen bei 1120 Euro brutto an?
Bei 1120 Euro brutto monatlich (Steuerklasse I) zahlen Sie in der Regel keine Lohnsteuer, da Ihr Jahreseinkommen nach Werbungskostenpauschale unter dem Grundfreibetrag liegt. Allerdings werden Sozialversicherungsbeiträge fällig: etwa 18,6 % Rentenversicherung, 14,6 % + Zusatzbeitrag Krankenversicherung, 3,4 % Pflegeversicherung und 2,6 % Arbeitslosenversicherung (jeweils Arbeitnehmeranteil). Insgesamt rund 20 % des Bruttos, also ca. 224 Euro. Ihr Netto liegt somit bei etwa 896 Euro.
Ist 1120 Euro brutto ein Minijob?
Nein, die Minijob-Grenze liegt 2026 bei etwa 603 Euro monatlich. 1120 Euro brutto überschreitet diese Grenze deutlich, daher handelt es sich um ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis. Sie sind in der Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung pflichtversichert. Allerdings kann es sich um eine Teilzeitstelle handeln, z. B. im Einzelhandel oder in der Gastronomie.
Wie wirkt sich die Steuerklasse auf das Netto von 1120 Euro aus?
Die Steuerklasse beeinflusst vor allem die Lohnsteuer. Bei Steuerklasse I (ledig, keine Kinder) fällt bei 1120 Euro brutto monatlich kaum Lohnsteuer an, da Ihr Jahresbrutto unter dem Grundfreibetrag liegt. In Steuerklasse III (verheiratet, Alleinverdiener) wäre die Lohnsteuer noch niedriger oder null. In Steuerklasse V (Ehepartner mit höherem Einkommen) wäre die Lohnsteuer höher. Die Sozialversicherungsbeiträge bleiben unabhängig von der Steuerklasse gleich.