13 90 brutto in netto: Was bleibt vom neuen Mindestlohn 2026?

Bei einem Bruttostundenlohn von 13,90 € (Mindestlohn 2026) ergibt sich ein monatliches Brutto von etwa 2.410 €, netto bleiben je nach Steuerklasse und Versicherung rund 1.700–1.800 €.

13 90 brutto in netto: So viel bleibt vom Mindestlohn 2026

Die Frage „13 90 brutto in netto“ beschäftigt viele Arbeitnehmer, die ab Januar 2026 den neuen gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde erhalten. Doch was bedeutet dieser Stundenlohn tatsächlich für Ihr monatliches Einkommen? In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihr Nettogehalt einschätzen können, wie Sie Angebote vergleichen und worauf Sie bei Gehaltsverhandlungen achten sollten.

Brutto-Monatsgehalt bei 13,90 € pro Stunde

Bei einer Vollzeitbeschäftigung mit 173,33 Arbeitsstunden pro Monat (40-Stunden-Woche) ergibt sich ein Bruttomonatsgehalt von rund 2.410 €. Das entspricht einem Jahresbrutto von etwa 28.912 €. Diese Zahl liegt knapp über dem Grundfreibetrag der Einkommensteuer (2026: ca. 12.348 €), sodass Sie Lohnsteuer zahlen müssen – aber nur auf den darüberliegenden Teil.

Netto-Schätzung für Steuerklasse I

Für einen ledigen Arbeitnehmer ohne Kinder (Steuerklasse I, gesetzlich krankenversichert, ohne Kirchensteuer) ergibt sich folgende grobe Netto-Schätzung:

  • Lohnsteuer: ca. 150–200 € (abhängig von Werbungskosten und Freibeträgen)
  • Solidaritätszuschlag: entfällt meist bei diesem Einkommen
  • Krankenversicherung: ca. 7,3 % + Zusatzbeitrag (ca. 1,3 %) = ca. 8,6 % von 2.410 € = rund 207 €
  • Rentenversicherung: 18,6 % = ca. 448 €
  • Arbeitslosenversicherung: 2,6 % = ca. 63 €
  • Pflegeversicherung: ca. 3,05 % = ca. 73 €

Summe der Abzüge: rund 940–1.000 €. Netto bleiben etwa 1.410–1.470 €? – hier liegt ein häufiger Fehler: Die Sozialversicherungsbeiträge werden je zur Hälfte vom Arbeitgeber getragen. Vom Brutto werden nur die Arbeitnehmeranteile abgezogen. Tatsächlich betragen die Arbeitnehmeranteile:

  • Krankenversicherung: ca. 7,3 %/2 + Zusatzbeitrag (ca. 1,3 %/2) = ca. 4,3 % → ca. 104 €
  • Rentenversicherung: 9,3 % → ca. 224 €
  • Arbeitslosenversicherung: 1,3 % → ca. 31 €
  • Pflegeversicherung: ca. 1,525 % → ca. 37 €

Summe Arbeitnehmer-SV: ca. 396 €. Lohnsteuer (ca. 150–200 €) plus ggf. Kirchensteuer. Netto somit etwa 1.800–1.850 €. (Die genauen Werte variieren je nach Krankenkasse und individuellen Faktoren.)

Einfluss der Steuerklasse

In Steuerklasse III (verheiratet, Partner ohne oder mit geringerem Einkommen) fällt die Lohnsteuer niedriger aus, das Netto kann um 100–200 € höher liegen. In den Steuerklassen II (Alleinstehend mit Kind) oder V (verheiratet, Zweitverdiener) ändern sich die Abzüge ebenfalls. Nutzen Sie unseren Rechner für eine personalisierte Berechnung.

Angebote vergleichen: Mindestlohn als Untergrenze

Der Mindestlohn von 13,90 € ist die gesetzliche Untergrenze. Viele Arbeitgeber zahlen mehr – je nach Branche und Region. Die Onsite-Referenz zeigt typische Bruttogehälter:

  • Verkäufer / Einzelhandel: ~2.600 €/Monat (ca. 15,00 €/Std.)
  • Lagerist / Logistik: ~2.800 €/Monat (ca. 16,15 €/Std.)
  • Kraftfahrer: ~2.900 €/Monat (ca. 16,73 €/Std.)
  • Bürokraft / Verwaltung: ~3.200 €/Monat (ca. 18,46 €/Std.)
  • Handwerker: ~3.400 €/Monat (ca. 19,61 €/Std.)
  • Pflegefachkraft: ~3.600 €/Monat (ca. 20,77 €/Std.)

Wenn Ihnen ein Job nur zum Mindestlohn angeboten wird, können Sie mit diesen Vergleichswerten argumentieren. Zeigen Sie, dass Ihre Tätigkeit in der Branche üblich höher bewertet wird. Mehr dazu in unserem Artikel über Gehaltsverhandlungen.

Tipps für die Verhandlung

  1. Recherchieren Sie die branchenüblichen Gehälter – nutzen Sie dazu auch die Daten auf Mindestlohn Aktuell.
  2. Berechnen Sie Ihr Netto mit verschiedenen Steuerklassen – das hilft, den tatsächlichen Wert eines Angebots zu verstehen.
  3. Argumentieren Sie mit Ihrer Qualifikation und Berufserfahrung. Der Mindestlohn ist für ungelernte Kräfte gedacht; mit Ausbildung oder Spezialisierung steht Ihnen mehr zu.
  4. Fragen Sie nach Zusatzleistungen wie Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld oder vermögenswirksamen Leistungen – diese verbessern Ihr Gesamtpaket.

Fazit

Die Umrechnung von 13,90 € brutto in netto zeigt, dass vom Mindestlohn nach Abzügen etwa 1.700–1.850 € netto übrig bleiben – je nach persönlicher Situation. Dieses Einkommen liegt über der Minijob-Grenze (603 €) und unter dem Durchschnitt vieler Fachberufe. Nutzen Sie die Informationen, um Angebote realistisch zu bewerten und selbstbewusst zu verhandeln. Bleiben Sie informiert – besuchen Sie Mindestlohn Aktuell für aktuelle Entwicklungen.

Häufig gestellte Fragen

Wie berechne ich von 13,90 € brutto in netto?

Bei einem Stundenlohn von 13,90 € und einer Vollzeitstelle (173,33 Stunden/Monat) ergibt sich ein Bruttogehalt von etwa 2.410 €. Nach Abzug von Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträgen (Steuerklasse I, gesetzlich versichert, keine Kirchensteuer) bleibt netto rund 1.700–1.800 €. Nutzen Sie unseren Rechner für eine individuelle Schätzung.

Ist der Mindestlohn von 13,90 € ein gute Verhandlungsbasis?

Der Mindestlohn ist die gesetzliche Untergrenze. In vielen Branchen wie Pflege, Logistik oder Einzelhandel liegen die tariflichen oder ortsüblichen Gehälter deutlich höher – zum Beispiel bei Verkäufern um 2.600 € brutto oder bei Lageristen um 2.800 € brutto. Vergleichen Sie Ihr Angebot mit den Werten auf Mindestlohn Aktuell und nutzen Sie diese als Argument für eine Gehaltsverhandlung.

Welche Abzüge sind bei 13,90 € brutto zu erwarten?

Vom Bruttogehalt werden Lohnsteuer (abhängig von Steuerklasse), Solidaritätszuschlag (bei geringem Einkommen meist 0), Krankenversicherung (ca. 7,3 % + Zusatzbeitrag), Rentenversicherung (18,6 %), Arbeitslosenversicherung (2,6 %) und Pflegeversicherung (ca. 3,05 %) abgezogen. Der genaue Nettobetrag variiert – eine detaillierte Aufstellung finden Sie in unserem Artikel zur Brutto-Netto-Berechnung.

Häufige Fragen

Wie berechne ich von 13,90 € brutto in netto?

Bei einem Stundenlohn von 13,90 € und einer Vollzeitstelle (173,33 Stunden/Monat) ergibt sich ein Bruttogehalt von etwa 2.410 €. Nach Abzug von Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträgen (Steuerklasse I, gesetzlich versichert, keine Kirchensteuer) bleibt netto rund 1.700–1.800 €. Nutzen Sie unseren [Rechner](/rechner) für eine individuelle Schätzung.

Ist der Mindestlohn von 13,90 € ein gutes Verhandlungsbasis?

Der Mindestlohn ist die gesetzliche Untergrenze. In vielen Branchen wie Pflege, Logistik oder Einzelhandel liegen die tariflichen oder ortsüblichen Gehälter deutlich höher – zum Beispiel bei Verkäufern um 2.600 € brutto oder bei Lageristen um 2.800 € brutto. Vergleichen Sie Ihr Angebot mit den Werten auf [Mindestlohn Aktuell](/) und nutzen Sie diese als Argument für eine Gehaltsverhandlung.

Welche Abzüge sind bei 13,90 € brutto zu erwarten?

Vom Bruttogehalt werden Lohnsteuer (abhängig von Steuerklasse), Solidaritätszuschlag (bei geringem Einkommen meist 0), Krankenversicherung (ca. 7,3 % + Zusatzbeitrag), Rentenversicherung (18,6 %), Arbeitslosenversicherung (2,6 %) und Pflegeversicherung (ca. 3,05 %) abgezogen. Der genaue Nettobetrag variiert – eine detaillierte Aufstellung finden Sie in unserem [Artikel](/blog) zur Brutto-Netto-Berechnung.

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